Kaum etwas ist so liebenswert, schutzbedürftig und bezaubernd wie ein junger Welpe. Ihn stubenrein zu bekommen, kann allerdings viel Arbeit machen.
Deshalb fragen sich viele frischgebackene Hundehalter, wie lange es genau dauert, bis ein Welpe stubenrein ist. Zum Glück haben wir bei Pogi’s mit diesem Thema schon einige Erfahrung.
Die kurze Antwort: Nach etwa vier bis sechs Monaten ist ein Welpe stubenrein. Doch jeder, der schon einmal einen Hund hatte, weiß: In der Praxis ist es etwas komplizierter.
Wie wir Menschen ist auch jeder Welpe anders. Wie lange es bis zur Stubenreinheit dauert, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören:
- Rasse
- Persönlichkeit
- Trainingsmethode
- Erfahrung des Hundehalters
- Konsequenz beim Training
Mit anderen Worten: Beim Training zur Stubenreinheit kommt einiges zusammen.
Was beim Training zur Stubenreinheit noch eine Rolle spielt
Wie erwähnt, beeinflussen verschiedene Faktoren, wie viel Zeit und Mühe das Ganze kostet.
Persönlichkeit
Die Persönlichkeit spielt dabei eine wichtige Rolle, die neue Welpenbesitzer oft übersehen.
Nehmen wir zum Beispiel den Dackel. Häufig heißt es, Dackel seien nicht besonders klug. Tatsächlich sind sie ausgesprochen clever, haben aber schon in ihrer kleinen linken Pfote mehr Sturheit als der sprichwörtliche Esel.
Mit seinem Hang zu eigenständigen Entscheidungen ist ein Dackel deshalb deutlich schwerer zu erziehen als der für seinen Gehorsam bekannte Pudel.
Erfahrung des Hundehalters
Wenn du noch nie einen Welpen zur Stubenreinheit erzogen hast, wirst du erwartungsgemäß länger brauchen als jemand, der darin seit Jahren Erfahrung hat. Schließlich lernst du gemeinsam mit deinem Welpen.
In einem Haushalt mit mehreren Personen kann es noch länger dauern, denn jedes Familienmitglied geht das Training etwas anders an. Ganz zu schweigen von denen, die die Regeln gelegentlich vergessen und großzügig Leckerlis verteilen.
Konsequenz ist die Grundlage für einen gut erzogenen Hund. Einigt euch deshalb in der Familie darauf, wie ihr euren Welpen stubenrein bekommen möchtet. Besprecht:
- Wie lange ihr mit dem Welpen draußen bleibt
- Wann der Welpe nach draußen geht
- Wie ihr den Welpen belohnt
- Welche Methode ihr für das Training zur Stubenreinheit nutzt
Wie lange du mit deinem Welpen draußen bleiben solltest
Beim Training zur Stubenreinheit ist es wichtig, Erkundungstouren und Toilettengänge zu unterscheiden. Jetzt ist nicht die Zeit, an jedem Farn, Baum und Blumentopf zu schnuppern.
Damit sich dein Welpe auf sein Geschäft konzentriert, begrenze die Dauer seiner Toilettenpausen. Hat er nach 15 Minuten nichts gemacht, nimm ihn wieder mit hinein.
Drinnen musst du deinen Welpen im Blick behalten. Welpen nutzen Gelegenheiten und testen noch aus, womit sie durchkommen. Wenn das bedeutet, an einem kalten Wintermorgen auf den Holzboden zu pinkeln, probieren sie es aus. Besonders, wenn sie dabei warm und trocken bleiben.
Deshalb empfehlen wir Welpenunterlagen. Sie eignen sich für Hunde jeder Größe und enthalten einen Lockstoff auf Honigbasis, der deinem Vierbeiner hilft, die richtige Stelle zu treffen. Wahlweise gibt es auch Klebestreifen, die die Unterlagen an ihrem Platz halten.
Um ein solches Missgeschick zu vermeiden, bring deinen Welpen nach dem erfolglosen Toilettengang draußen direkt in seine Box. Dort muss er nicht lange bleiben, denn 15 Minuten später gehst du wieder mit ihm hinaus und gibst ihm eine neue Gelegenheit.
Wiederhole diese Schritte im Abstand von 15 Minuten, bis dein Hund sein Geschäft draußen erledigt. Das kann dauern und wird mit ziemlicher Sicherheit frustrierend sein. Für einen zuverlässig stubenreinen Welpen lohnt sich die Mühe aber.
Wann du mit deinem Welpen nach draußen gehen solltest
Für ein erfolgreiches Training zur Stubenreinheit musst du außerdem verstehen, wann dein Welpe nach draußen muss.
Welpen wachsen noch, und ihre Organe sind entsprechend klein. Deshalb brauchen sie möglicherweise häufige Toilettenpausen. Wenn du deinen Welpen immer zu festen Zeiten nach draußen bringst, kann das den Weg zur Stubenreinheit verkürzen. Ebenso hilfreich ist es, zu wissen, wann er am ehesten muss.
Gib deinem Hund besonders zu diesen Zeiten Gelegenheit, sein Geschäft draußen zu erledigen:
- Nach dem Aufwachen
- Nach den Mahlzeiten
- Nach dem Spielen oder einem Nickerchen
Dauert das Training länger als erwartet, ermutige deinen Welpen, für sein Geschäft eine bestimmte Stelle im Garten zu nutzen. Ein fester Toilettenbereich kann ihm helfen, sich zu konzentrieren und sich weniger ablenken zu lassen.
Übe anfangs nur im eigenen Garten, sofern du einen hast, damit sich dein Welpe an eine bestimmte Stelle gewöhnt. Im Park wird das deutlich schwieriger. Zum nötigen Zubehör gehören passende Feuchttücher für Hunde und Hundekotbeutel.
Wie du deinen Welpen belohnst
Wie Menschen haben auch Hunde ganz unterschiedliche Persönlichkeiten. Manche lassen sich von Futter begeistern, andere freuen sich vor allem über gemeinsames Spielen. Bei der Belohnung deines Welpen gibt es deshalb keine Lösung, die für alle passt.
Leckerlis sind die klassische Belohnung beim Training zur Stubenreinheit. Ist deinem Hund Futter aber eher gleichgültig, wird ihn das kaum zu besonderer Mühe anspornen. Lerne während des Trainings seine Persönlichkeit kennen und passe deine Vorgehensweise entsprechend an.
Hat dein Welpe ein Lieblingsspielzeug, belohne ihn damit, wenn er sein Geschäft am richtigen Ort erledigt hat. Entscheidend ist, dass du herausfindest, was funktioniert, und dieses Wissen nutzt, um ihn beim Training zur Stubenreinheit zu motivieren.
Welche Methode sich für das Training zur Stubenreinheit eignet
So wie es verschiedene Möglichkeiten gibt, einen Hund zu belohnen, gibt es auch mehrere gängige Methoden für das Training zur Stubenreinheit. Dazu gehören:
- Training mit einer Hundebox
- Training mit Zeitungspapier
- Welpenunterlagen
Wofür du dich entscheidest, bleibt dir überlassen. Solange du konsequent dabei bleibst, sollte die Methode letztlich keinen Einfluss darauf haben, wie lange dein Welpe bis zur Stubenreinheit braucht.
Wenn dein Hund sein Geschäft zunehmend draußen erledigt, lerne außerdem seine Signale kennen, mit denen er dir zeigt, dass er muss. Manche Hunde bellen von sich aus, andere setzen sich still vor die Tür und warten geduldig, bis du sie bemerkst … oder bis sie aufgeben und deine Vorhänge umgestalten.
Achte darauf, ob dein Hund:
- Sich im Kreis dreht
- Fiept oder winselt
- Unruhig hin und her läuft
Lerne zu erkennen, wie dein Hund dir zeigt, dass er nach draußen muss, und reagiere zügig. Und vergiss nicht, ein Leckerli bereitzuhalten.
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Feste Abläufe sind entscheidend
Egal, für welche Methode du dich entscheidest: Konsequenz ist entscheidend. Hunde möchten ihren Menschen gefallen und reagieren sowohl auf Lob als auch auf Schimpfen. Widersprüchliches Verhalten verwirrt sie, weil dann nicht mehr klar ist, was erlaubt ist und was nicht.
Du kannst den Weg zur Stubenreinheit verkürzen, indem du eine feste Routine einführst und dich daran hältst. Wenn du deinen Welpen immer zu denselben Zeiten und für dieselbe Dauer nach draußen bringst, wird er innerhalb der genannten vier bis sechs Monate draußen pinkeln.
Unabhängig von deiner Methode vermittelst du deinem Welpen beim Training zur Stubenreinheit immer wieder zwei grundlegende Regeln:
Niemals in der Wohnung das Geschäft erledigen
Immer draußen das Geschäft erledigen
Wenn du deinen Hund dabei erwischst, wie er drinnen sein Geschäft machen will, bring ihn sofort nach draußen.
So legst du los
Ein Welpe kann innerhalb von vier bis sechs Monaten stubenrein werden. Wundere dich aber nicht, wenn es länger dauert. Welpen können kleine Unruhestifter sein, die mit viel Charme ausprobieren, wie weit sie gehen dürfen.
Mit Konsequenz, Training und einer Belohnung für jeden Erfolg wird dein Welpe zuverlässig stubenrein, auch wenn es nicht im Handumdrehen klappt. Bis dahin: Lache über die kleinen Missgeschicke, feiere die Erfolge und genieße die Welpenzeit.
Weitere Informationen zum Welpentraining, Tipps für den Alltag und Hundezubehör findest du auf unserer Website. Schau dich gern um.
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